10 Dinge, die das Leben angenehmer machen!

dav

Heute möchte ich von den zehn Dingen berichten, die nach meiner Erfahrung den Alltag sehr viel leichter machen können, als er bisweilen daher kommt. Nicht alle sind „politisch korrekt“ und für jeden immer umsetzbar und ich behaupte auch nicht, dass ich alle Punkte immer gut umsetzen kann. Aber Übung macht den Meister und glaubt mir, es lohnt sich!

  1. Höflichkeit
    Es gibt zwar den seltsamen Spruch „Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!“, dem möchte ich jedoch vehement widersprechen. Erstens bezweifle ich, dass man ohne Höflichkeit leichter ans Zeil kommt, zweitens macht es viel mehr Spaß, höflich und zuvorkommend mit seinen Mitmenschen umzugehen. Ich hatte heute früh zum Beispiel eine Telefonat, bei dem sich herausstellte, dass die Angerufene nicht die richtige Ansprechpartnerin für mein Anliegen war. Da ich sie zu Beginn des Gesprächs schon gefragt hatte, ob sie zuständig ist und falls nicht, ob sie mir netter Weise sagen könne, wer zuständig ist, suchte sie mir Namen und Telefonnummer der entsprechenden Person heraus und als ich mich ausdrücklich bedankte, lachte die Frau am anderen Ende der Leitung fröhlich auf und meinte, das sei doch selbstverständlich. Nun, das war es für mich nicht und ich freute mich über das angenehme Telefonat. Genauso bringt es Freude, sich beispielsweise bei einer Kellnerin im Café oder Restaurant zu bedanken, wenn der Service gut war, sich beim Nachbarn im Flur nach dem Befinden zu erkundigen oder dem Busfahrer, der einen gerade noch durch die Tür flitzen lässt, zu danken.
  2. Lachen
    Zugegeben, es gibt Phasen im Leben, da fällt das Lachen schwer, es gibt vielleicht zu viele Sorgen oder man findet einfach nichts, worüber man lachen kann. Ich kenne solche Zeiten und habe festgestellt, dass es hilft, sich vor den Spiegel zu stellen und Grimassen zu machen. Über kurz oder lang muss ich dann zumindest lächeln. Oder ich nehme mir irgendein Haushaltsprodukt auf dessen Verpackung viel Text ist und lese den Text laut rückwärts – das kann sehr erheiternd sein, glaubt mir. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit sich albernen Blödsinn aus dem DVD-Regal oder dem Netz zu holen. Ich liebe zum Beispiel Helge Schneider, aber da gibt es natürlich eine ungeahnte Vielzahl an Möglichkeiten. Wer eine Anregung braucht, dem seien hier die Känguruh-Chroniken von Marc-Uwe Kling ans Herz gelegt!
  3. Weinen
    Ja genau, Weinen. Auch das darf und manchmal muss es sogar sein. Ich glaube, dass wir uns unsere Tränen viel zu oft verdrücken, dabei hat es etwas Reinigendes an sich, wenn man weint. Die Gefühle und Energien kommen wieder in den Fluss und oft hebt sich ein Schleier, wenn man sich seine Tränen erlaubt. Ich kenne Menschen, die absichtlich traurige oder melancholische Musik hören, um richtig Weinen zu können, sie gehen richtig in die Trauer um danach gestärkt aus ihr hervor zu gehen. Wichtig finde ich dabei, dass man nicht zensiert, worüber man weint. Es muss nicht immer der große Weltschmerz sein. Auch kleine Begebenheiten können manchmal schmerzhaft sein und auch darüber darf geweint werden.
  4. Staunen
    Das hatte ich lange Zeit verlernt und im Laufe meines Lebens hatte sich ein fieser Zynismus bei mir eingeschlichen. Ich bin dankbar, dass ich diesen vor einigen Jahren wieder ablegen konnte und neu zu Staunen gelernt habe. Wie ein Kind Staunen zu können ist eine wunderbare Sache. Ich staune zum Beispiel, wenn ich Tier- oder Naturdokumentationen sehe oder im Zoo bin. Aber auch, wenn man sich einfach so in der Welt draußen bewegt, findet man meistens was zu Staunen. Bei mir war es heute ein schickes Fahrrad aus Holz, mit dem ich jemanden an der Ampel stehen sah, manchmal sind es auch meine Katzen, die mich auch nach vielen Jahren immer wieder zum Staunen bringen. Die Augen und Ohren offen halten und mit einer Art Anfängergemüt durchs Leben zu gehen, lässt einen oft Erstaunliches entdecken!
  5. Musik
    Ich gehöre zu den Menschen, die eigentlich immer ein Lied im Ohr haben. Nicht immer gefällt mir das Stück, dass mein innerer DJ da aufgelegt hat, aber es ist schön, so von Musik begleitet zu werden. Musik ist für mich, auch wenn ich momentan in einer Phase bin, in der ich zu Hause kaum Musik auflege, eines der wichtigsten Dinge im Leben überhaupt, denn sie berührt die Seele. Tanzen und Singen gehören auch dazu, sie lassen mich lebendig fühlen. Singen lässt den Körper mitschwingen und wer es seinen Nachbarn zumuten kann, sollte ruhig hin und wieder laut schmetternd den Lieblingssong mitsingen. Ich fahr auch gern mal Fahrrad und singe dabei laut vor mich hin, das hat auch etwas Befreiendes. 🙂
  6. Katzen
    Ein Leben ohne Katzen ist möglich, aber nicht sinnvoll! Katzen sind wohl die feinsinnigsten, sensibelsten Begleiter, die man sich vorstellen kann. Natürlich sind auch Hunde oder andere Haustiere eine große Bereicherung, aber Katzen haben meiner Meinung nach einen ganz besonderen Sinn für uns Menschen und sind dabei herrlich eigensinnig und humorvoll. Wenn es mir nicht gut geht, dann weichen meine beiden Samtpfoten mir nicht von der Seite, wenn ich ins Grübeln komme oder so gar nicht in Kontakt mit mir selbst bin, beschweren sie sich laut und holen mich ins Hier und Jetzt. Außerdem gibt es im Winter nichts schöneres als mit zwei kuscheligen Wärmflaschen unter den Armen im Bett zu liegen und dem Schnurren zu lauschen. Wusstet Ihr, dass man bis heute nicht genau sagen kann, wie bzw. mit welchem Organ Katzen Schnurren? Katzen sind einfach fantastisch…
  7. Nichts Tun
    Von Lao-tse stammt der Ausspruch „Freue Dich und tauge nichts!“ Herrlich, oder? Das Nichts Tun ist eine in unserer Kultur völlig unterschätzte, zu kurz gekommene Disziplin, die dringend mehr Aufwertung erfahren sollte. Neulich habe ich erfahren, dass Indianer früher, wenn sie eine Reise unternommen haben, nach ein paar Stunden regelmäßig Pausen einlegten, damit ihre Seele nachkommen kann. Das beeindruckt mich sehr, denn in der Tat habe ich, an Tagen, an denen ich keine oder zu wenige Pausen mache, oft das Gefühl, nicht bei mir zu sein, ich fühle mich dann oft halb, unvollständig. Natürlich helfen hier auch Achtsamkeitsübungen und Meditation, ich meine aber, dass das tatsächliche Nichts Tun noch eine andere, wichtige Qualität hat. Es beinhaltet eine gewisse Leere, die aber sehr reichhaltig ist, weil sie den Raum oder die Kapazität für Kreativität ermöglicht. Einfach nur Sein dürfen, (ich habe dafür den Begriff des „Herumöttelns“ gefunden) ohne irgendeine Aufgabe, Tätigkeit oder einen Anspruch, das möchte ich mir erlauben können.
  8. Kaffee und Zigarette (Schokolade)
    Jetzt kommen wir zum politisch unkorrekten Teil 🙂 – Ja, ich rauche und trinke gerne Kaffee und ich genieße die Kombination ungemein. Ich möchte hier natürlich nicht zum Rauchen aufrufen, als Alternative empfehle ich daher Schokolade. Für mich sind diese Genußmittel sinnlich erfahrbare Freude und daher ungemein wertvoll. Ich verstehe alle, die jetzt die Hände über dem Kopf zusammen schlagen und sagen „um Himmels willen, das ist doch ungesund“ und ja, das ist es – ich möchte wie gesagt nicht zum Rauchen anregen sondern dazu, sich etwas zu gönnen. Für mich hat der Geschmack von Kaffee und Zigarette etwas von Gemütlichkeit, an das nichts anderes heranreicht, dafür nehme ich das Risiko in kauf. Aber es kann auch Tee und Schokolade oder Kuchen sein oder sonst etwas kulinarisch beglückendes, das wir uns vielleicht nicht gönnen. Schlagt über die Strenge und genießt!
  9. Geduld
    Wer frühere Beiträge von mir gelesen hat, weiß schon, dass ich es mit Geduld nicht so habe. Dies ist also ein Punkt, an dem ich selber noch schwer am Üben bin. Aber wann immer es mir gelingt, nicht aus der Haut zu fahren und mit mir und meinen Mitmenschen oder der Technik in meinem Haushalt geduldig zu sein, merke ich, wie wohltuend es ist, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Besonders schwer fällt mir dies zum Beispiel bei Computer-Updates, an der Supermarktkasse oder in der Warteschleife der Telekom-Servicehotline. Der Punkt ist ja, dass die Dinge so lange dauern wie sie dauern, ob ich jetzt mürrisch und schlecht gelaunt bin oder gleichmütig und geduldig. Also lerne ich, so oft es geht, mich für Geduld statt Wut zu entscheiden, tief durchzuatmen und stelle in der Warteschleife hängend den Lautsprecher an und mache irgendetwas anderes, während die Musik dudelt.
  10. Mitgefühl
    Die Königsdisziplin, nicht zu verwechseln mit Mitleid. Mitgefühl mit sich selbst und anderen zu haben, bedeutet, Akzeptanz zu üben für das, was gerade da ist, auch wenn ich es vielleicht nicht gut heiße. Im Mitgefühl zu sein heißt aber auch, sich abzugrenzen, die Emotionen und Themen der anderen nicht zu meinen zu machen – eben nicht mitleiden, sondern das Leid spüren, aber nicht hinein gehen. Das kann ich auch mit mir selber üben und so den inneren Beobachter stärken. Mitgefühl hat viel mit Achtsamkeit zu tun und hilft uns, sich nicht auf emotionale Dramen einzulassen und die Dinge wertfrei zu beobachten. Eine kluge Frau hat mir mal ein sehr schönes Bild dafür an die Hand gegeben: meine unerbetenen Emotionen sind wie nicht so beliebte Verwandte, die mit in meinem Haus wohnen – ich akzeptiere, dass sie da sind, ich muss sie aber nicht zum Essen einladen.Was sind die Dinge, die Euer Leben angenehmer machen und wie steht Ihr zu meiner Liste? Kommentare sind herzlich willkommen!Eure Merle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar