Engelsspuren und ein Anekdötchen

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Einen wunderschönen Freitag Abend an meine Leserinnen und Leser, heute stelle ich Euch drei weitere meiner Werke vor (zwei davon unter „Malerei“), wobei das dritte, das ich hier mit einfüge, noch nicht ganz fertig ist – allerdings weiß ich noch nicht genau, wohin mich die Reise bei dem Bild „Engelsspuren“ noch führen wird. Inspiriert hat mich der Katalog einer Ausstellung über drei Malerinnen aus dem 19. bzw frühen 20. Jahrhundert, die sich in ihrer künstlerischen Arbeit jeweils als Medium von Wesen aus der geistigen Welt verstanden haben und die für ihre Zeit unglaublich moderne und abstrakte Werke geschaffen haben. Wen dies interessiert, dem seien hier die Namen der drei Frauen genannt: Georgiana Houghton, Hilma af Klint und Emma Kunz, die Ausstellung ist im Kunstbau in München zu sehen und man muss nicht an das Konzept des mediumistischen Malens glauben um von den Bildern hingerissen zu sein… Mich hat sehr beeindruckt, wie sich die drei Malerinnen mit den großen Fragen und Prinzipien des (menschlichen) Seins und des Universums auseinandergesetzt haben und wie sie ihre Antworten verbildlicht haben; insbesondere, wenn man bedenkt, in welcher Zeit sie jeweils gelebt haben. Jedenfalls kam ich, wie schon oft zuvor, wieder zu dem Schluss, dass es doch Spuren von Wesen aus anderen Sphären in unserer Mitte gibt.

Und damit komme ich ohne Überleitung zu einer ganz und gar menschlich-weltlichen Anekdote, die eigentlich gar keine besondere Pointe hat, außer, dass ich mich drüber freue 🙂 Endlich hat also das Stammcafé meiner Freundin und mir, nach 5 Wochen Winterpause, wieder geöffnet und heute haben wir unseren ersten Kaffee im neuen Jahr dort genossen. Als ich zum Zahlen vor gehe zum Tresen fragt mich die Frau des Inhabers, die ab und zu den Laden alleine schmeißt, mit ihrem charmanten portugiesischen Akzent: „Hast Du eine Zigarette für mich?“ Und sie fragt das mit einem so gewinnenden Lächeln, dass ich am liebsten loslaufen würde, um Zigaretten zu kaufen und ihr welche abzugeben – denn ich habe nur Tabak zum selber drehen. Dies teile ich ihr mit und sie meint mit voller Überzeugung : „das macht nix!“. Also drehe ich ihr eine Zigarette, die sie freudestrahlend entgegen nimmt und damit nach draußen verschwindet. Und ich freue mich wie ein Schnitzel, weil ich ihr eine Freude machen konnte. Nun muss ich dazu sagen, dass ich normaler Weise sehr ungern angeschnorrt werde. Das hat nicht nur mit den gestiegenen Zigarettenpreisen zu tun sondern vor allem mit der Art, in der viele Leute einen mal eben anhauen, als seien alle Raucher grundsätzlich eine große Familie in der man sich gegenseitig auszuhelfen hat. Das mag ich nicht. Allerdings drehe ich schon seit einer geraumen Weile selber und das hat die Zahl der Anfragen deutlich schwinden lassen – umso mehr freut es mich jetzt, dass die Dame des Hauses gern auch eine Selbstgedrehte nimmt. Ich gebe zu, ihr Akzent und das Lächeln sind aber auch einfach unschlagbar, da kann ich nicht „nein“ sagen. Und so hat eine kleine Frage heute zwei Leuten eine Freude bereitet, so einfach kann es manchmal sein!

Mit diesem Anekdötchen verabschiede ich mich für heute und verbleibe

Eure Merle

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