
Am 15.Mai 2019 ist mein geliebter Kater Frodo für immer eingeschlafen. Wir haben fast 18 wunderbare Jahre zusammen erlebt und ich kann noch immer nicht ganz begreifen, dass er nicht mehr um mich ist. Wir hatten eine extrem enge Verbindung, die in den letzten 2-3 Jahren durch seine Krankheit noch bestärkt wurde. Er hatte eine chronische Niereninsuffizienz, was bedeutete, dass er über einen langen Zeitraum alle zwei Tage eine Infusion von mir bekam und zwei Mal täglich Medikamente. Ich wundere mich heute noch, mit welch stoischer Ruhe er das mitgemacht hat, als hätte er gewusst, dass diese Dinge ihm helfen. Ich bin unfassbar dankbar, dass ich ihn in meinem Leben haben durfte, aber auch unfassbar traurig. Er war witzig, sanft, verspielt, aber auch bisweilen toll und launisch – er war und ist mein Frodo, einen besseren Gefährten kann man sich nicht wünschen.
Es ist für mich das erste Mal, dass ich mich von einem Haustier, also für mich Familienmitglied und bester Freund, verabschieden muss. Die Wucht der Trauer hat mich erstmal umgehauen, obwohl ich ja um seine Krankheit wusste und irgendwann abzusehen war, dass er bald gehen würde. Aber auf so etwas kann man sich nicht vorbereiten, nun, ich konnte es nicht. Erleichtert bin ich, dass er friedlich und von sich aus gehen konnte und dass ich mich fast ausreichend verabschieden konnte. Ich sage fast, weil es wohl nie genug ist, ich hätte ihn immer noch einmal im Arm halten wollen…
Frodo hatte eine große Präsenz und durch seinen Tod ist es, als ob ich mich auf eine neue Ära einstellen muss. 18 Jahre sind eine lange Zeit. Ich danke seiner Gefährtin Fee, die ja nach wie vor bei mir ist und mir hilft, mit der Trauer zurecht zu kommen. Sie ist tatsächlich eine Fee…
Danke Frodo, dass Du so lange bei mir warst, Du fehlst mir sehr.
Merle