Ground Control To Major Tom

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Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe, Ihr habt alle Weihnachten genossen oder doch zumindest gut herum gebracht!

Ich hatte sehr viel Zeit und Muße über die Feiertage und habe meine Platten,- und Filmesammlung mal wieder mehrerer Blicke gewürdigt – und bin bei David Bowie hängen geblieben, unter anderem, da sich dessen Todestag am 10. Januar jährt und mich das doch etwas traurig macht. Man muss dazu wissen, dass ich David Bowie seit meinem 14. Lebensjahr verehrt habe und einige Jahre meiner Jugend das Sammeln seiner Platten, Filme und sonstiger Devotionalien und Konzertbesuche einen großen Teil meines Lebens ausmachten. Ich war ein eingefleischter Fan und finde noch heute, dass er ein absoluter Ausnahmekünstler war, der ruhig noch ein paar Alben hätte herausbringen dürfen…!

Jedenfalls fand ich in meiner „Bowie-Kiste“ den Film „Der Mann der vom Himmel fiel“  (Regie Nicolas Roeg, 1976) wieder und kann nicht anders als hier davon zu schwärmen. Bowie spielt einen Außerirdischen, der in den USA landet und ein Technik-Imperium aufbaut, mit dem (zunächst) heimlichen Ziel, ein Raumschiff zur Rettung seiner auf dem Heimatplaneten zurück gebliebenen Familie zu bauen, denn dort herrscht eine absolute Dürre. ACHTUNG SPOILER! Newton scheitert und wird, nach dem Verrat eines seiner Vertrauten, von Wissenschaftlern nach allen Regeln der Kunst untersucht, auseinander genommen und endet schließlich als blinder Alkoholiker, in den USA für immer festsitzend. – Ich wüsste nicht, wer diesen Außerirdischen besser hätte verkörpern können als Bowie in den 70ern! Die extreme Fragilität, der durch die verschiedenen Augen seltsame Blick und seine Stimme lassen ihn tatsächlich außerweltlich erscheinen – sehr schön die Szene, in der er die menschlichen Augen als künstliche Linsen mit einer Pinzette aus dem Auge holt und die darunter liegenden katzenähnlichen Augen zum Vorschein kommen 😉 Und wie passend, dass sein erster großer Hit im Jahr 1969 der Song „Space Oddity“ war, das von dem Raumfahrer Major Tom erzählt, der im All verlustig geht…

Das obige Bild hatte ich übrigens schon vor ca. 2 Jahren begonnen, es war ursprünglich ein Portrait einer Frau; dann kam ungeplant das Gegenüber dazu und irgendwann wurden aus den beiden die zwei Gestalten, die sie jetzt sind. Es ist eine kleine Homage an Bowie geworden und heißt jetzt deshalb auch „Major Tom and His Wife.“

Wer Lust hat, sich ein wenig in die Musik von Bowie reinzuhören, dem empfehle ich dringend einige Alben aus den 1970ern, so zum Beispiel Aladdin Sane, David Live oder Young Americans, aber auch die Trilogie Low, Heroes und Lodger ist wunderbar. Es ist ein bißchen wie eine Zeitreise, aber gleichzeitig ist diese Musik auch zeitlos. Diese Platten gehören jedenfalls zu meinen absoluten Favoriten, immer noch.

Doch bevor ich jetzt zu sehr ins Schwärmen gerate, ende ich lieber an dieser Stelle und wünsche Euch noch einen schönen Samstag!

Liebe Grüße
Merle

 

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