
Heute, liebe Leserinnen und Leser, präsentiere ich ein neues Werk, das ich „Waves“ genannt habe – es ist wie das Leben, das in meiner Wahrnehmung auch in Wellen verläuft. Mal plätschert es ruhig und geordnet ans Ufer, mal schlagen die Wellen hoch und wenn es gut läuft, sind wir wie ein Fisch im Wasser und gleiten mit dem Fluss dahin. Wenn es nicht so gut läuft, sträube ich mich gegen den Strom des Lebens – und die Wellen schlagen noch höher. Aber, und das ist wichtig: es gibt immer den Silberstreifen am Horizont, auch wenn ich ihn manchmal nicht sehen kann. Denn das kommt auf den Standpunkt an. Ich war in den letzten Jahren so oft am tiefsten Tiefpunkt, dass ich dachte: hier geht es nicht mehr weiter. Aber es ging immer weiter und es wird immer weiter gehen. Sich dem Fluss hinzugeben… wohl die größte Lebenskunst überhaupt. Doch dann kommt ein Freund, eine Freundin, die einfach da sind, oder man entdeckt doch noch eine Kraftreserve in sich, oder plötzlich fügen sich äußere Umstände zum Guten… Was mir, im Nachhinein betrachtet, wohl am meisten geholfen hat, war der fast schon sture Glaube daran, dass alles in Bewegung ist, nichts bleibt wie es ist. Manchmal kann man sich einfach nur am Bootsrand festhalten, den Sturm vorüber ziehen lassen und sich an seinem inneren Licht festhalten, das wir alle haben, auch wenn wir es nicht immer sehen können…
Habt eine schöne Woche und lasst es Euch gut gehen!
Eure (heute nachdenkliche) Merle