Ausgangsbeschränkungen – Tag 5

Die Sonne scheint, die Vögel pfeifen, es ist schweinekalt und trotzdem bin ich heute wieder eine große Runde mit meinem Patenhund gegangen und wir haben mit dem größten Schatz des Vierbeiners gespielt, dem Ball… und weil der Hund ein echtes Fußballertalent hat, haben wir nebenbei noch ein kleines Kind erfreut, dass sich – mit mehreren Metern Abstand an Mamas Hand – herrlich über den kickenden Hund amüsiert hat. Das war ein schöner Start in den Tag.

Ansonsten habe ich heute ein paar wichtige Amts-Telefonate geführt, Emails geschrieben und war einkaufen, weil ich gestern etwas vergessen hatte – und musste dabei an das Dorf in Spanien denken, in dem man jetzt nur noch ab einem Mindestwert von 30€ einkaufen darf. Diese Maßnahme soll verhindern, dass Leute mehrmals täglich zum Supermarkt gehen. (Gelesen gestern auf dem live-Blog der Tagesschau) Man sieht, es geht immer noch einen Ticken krasser. Derweil fordert der Oberbürgermeister von München, Herr Reiter, eine gesonderte Einkaufszeit für Risikogruppen. Und das Parlament hat heute beschlossen, dass zur Beschlussfähigkeit nur noch ein Viertel der Abgeordneten anwesend sein muss (im Normalfall muss die Hälfte der Parlamentarier anwesend sein). Und so habe ich auch heute wieder mit einer Mischung aus Faszination und Grauen viel zu viele Nachrichten gelesen, wobei ich langsam eine gewisse Distanz zu den Ereignissen entwickle, mich aber dennoch frage, wie unsere Welt in einigen Wochen oder Monaten aussehen wird. Besonders wenn ich an Afrika oder Indien denke, läuft es mir kalt den Rücken hinunter.

Für alle Interessierten füge ich heute einen Link zu einer Petition bei:

Petition Bedingungsloses Grundeinkommen

Hier geht es darum, statt mit Stückwerk und Hilfskrediten den Selbständigen und Freiberuflern und anderen Gruppen, die durch die Corona-Krise in den finanziellen Ruin rutschen, mit einem 6-monatigem Grundeinkommen über die Zeit der finanziellen Ausfälle zu helfen. Das Ziel sind 500.000 Unterschriften, wobei schon weit über 300.000 Unterschriften zusammen gekommen sind.

Außerdem habe ich mich heute gefragt, ob es nicht gut wäre, auf der Antarktis-Forschungsstation Neumayer III zu sein – diese ist bis Ende Oktober des Jahres komplett von der Welt abgeschnitten, da kommt angeblich nicht einmal ein Flugzeug in der Zwischenzeit vorbei. Normaler Weise überfällt mich ja das schiere Grausen, wenn ich mir vorstelle, auf so einer Forschungsstation zu sein, aber unter den gegebenen Umständen wäre das vielleicht gar nicht mal so schlecht. Man hat dort  Lebensmittelvorräte für zwei Jahre (!) und Angst vor Ansteckung muss man dort auch nicht haben…allerdings könnte das Klopapier knapp werden *lach*.

Ja, meine lieben LeserInnen, das war es von mir für heute – ich wünsche Euch einen schönen Abend und verliert nicht den Humor…

Liebe Grüße

Eure Merle

 

 

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