War da was? – Tag x der Ausgangsbeschränkungen

Liebe Leserinnen und Leser,

heute melde ich mich zurück mit einem extrem witzigen Song von Bodo Wartke über Prof. Christian Drosten von der Charité, dessen Podcast vom NDR inzwischen jedem in der Republik geläufig sein dürfte. Ich oute mich, ich bin großer Fan und finde den Mann einfach toll, vor allem wegen seiner ruhigen und besonnenen Art. Und obwohl ein Freund von mir neulich meinte, der sähe ja aus wie seine eigene Großtante… ich finde Drosten auch optisch recht attraktiv 🙂 Aber keine Angst, das Lied ist keine Schnulze sondern eine wunderbar ironische Hommage an den Virologen:

Bodo Wartke – Christian Drosten

Ja, was gibt es sonst zu vermelden? Nicht viel, außer einer wirklich guten Nachricht: das Atelier, in dem ich seit Jahren arbeite, hat ab nächster Woche wieder geöffnet. Zwar zu verkürzten Zeiten und mit eingeschränkter Nutzerzahl, aber immerhin 2x pro Woche werde ich dort wieder kreativ wirken können. Das freut mich ungemein und ich hoffe, dass meine Muse nicht allzu sehr unter der immer wieder auftretenden Atemnot unter der Maske leidet.

Ansonsten muss ich sagen, dass ich jetzt doch sehr überrascht bin über den „Maßnahmen-Lockerungs-Run“ und ich frage mich bang, ob das wirklich sinnvoll ist, wo das Robert-Koch-Institut und Drosten (und meines Wissens auch andere Virologen) ja mit einer zweiten, wenn nicht gar dritten Welle der Infektion mit dem Corona-Virus rechnen. Da wurde noch gestern darauf gepocht, dass wir vorsichtig und besonnen mit den Öffnungen warten müssen und gefühlt über Nacht scheint die ganze Vorsicht nicht mehr nötig zu sein. Nach dem Motto: War das was? Natürlich freue ich mich über die teilweise Öffnung zum Beispiel meines Ateliers, aber da sprechen wir von 5 Menschen in einem sehr großen Raum. Brauchen wir wirklich die großen Warenhäuser und die Gastronomie so bald? Und die Fußballbundesliga? Und können wir bei Schulen und Kitas davon ausgehen, dass Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen eingehalten werden?

Wie ihr seht, trotz meiner Blog-Pause habe ich mich mit Corona beschäftigt und werde das auch weiterhin tun, es ist nunmal das prägende Thema in diesen Zeiten.

Aber es gibt auch ein nicht-Corona Thema, undzwar ein weiteres Kapitel der Reihe: „Merles Schritte in die digitale Welt“. Nicht nur, dass ich Anfang des Jahres Telegram auf meinem Handy installiert habe, nein, jetzt habe ich auch noch begonnen, mit dem Kindle zu lesen. Huch!? Wie konnte das passieren? Ich, die ich mich Jahre lang geweigert habe, das Ding in Erwägung zu ziehen, die immer auf dem haptischen und olfaktorischen Vergnügen eines Buches beharrte…und ich leg mich doch nicht mit dem Kindle ins Bett, da brauchts ein echtes Buch! Tja, was soll ich sagen: meine Leib- und Magen-Autorin, Robbin Hobb, hat in den 80er Jahren unter dem Namen Megan Lindholm Bücher geschrieben und diese Taschenbücher sind tatsächlich inzwischen Sammlerstücke und kosten so an die 40 Euro das Stück und noch mehr. Da kann und will ich nicht mithalten. Aber netter Weise gibt es diese Bücher auch im Kindle-Format und da kosten sie zwischen 5 und 10 Euro… und da konnte ich nun wirklich nicht widerstehen!

Nun habe ich außerdem das große Glück, dass meine Freundin J. mir vor Monaten ihren alten Kindle überlassen hat… und nach einer komplizierten, längeren Update-Session haben wir das Gerät auch zum Laufen gebracht und ich kann damit jetzt meine heißgeliebte Windsinger-Saga lesen, *freu*. Und das abgefahrene ist: ich habe mich sehr schnell an das flache Metallteil gewöhnt, ich kann damit genauso gut in den Geschichten versinken und nach anfänglichen Umblätter-Schwierigkeiten finde ich mich sehr gut zurecht. Mal wieder ist eine innere Bastion erobert und zum Einsturz gebracht worden, wenn es mich auch sehr ärgert, dass ich jetzt Amazon-Kundin bin. Es war einfach zu verlockend…

Ja, Ihr Lieben, das war es erstmal wieder von mir… ob ich wieder in meinen täglichen Rhythmus zurück finde, weiß ich noch nicht, aber ich habe vor, wieder öfter zu schreiben…

Seid herzlich gegrüßt und passt auf Euch auf!

Eure Merle

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