Onlinedating – ein Selbstversuch

Der Transparenz zuliebe schicke ich vorneweg: dies ist kein objektiver, wissenschaftlicher oder investigativer Bericht. Es ist eher eine Glosse mit zum Teil expliziten Vokabeln. Die Entgeisterung ist auf einer Ebene des Verständnisses für alles Menschliche unnötig. Doch ich bin auch Mensch und ich spüre Entgeisterung. Ich verurteile nicht, das schließt aber nicht aus, dass mir Einiges in dieser Welt nicht gefällt und meiner Ansicht nach als etwas zu benennen ist, das einem Leben in Zufriedenheit und Erfüllung zuwider läuft.

Eigentlich wollte ich diesen Artikel mit der Frage beginnen: „Was ist los mit Euch Männern?!“ Doch im selben Moment fiel mir ein, wie auch Frauen sich auf Datingapps zum Vollkoffer machen, deshalb korrigiere ich die Eingangsfrage: „Was ist los mit Euch allen, die ihr da draußen nach Partnern für was auch immer sucht?!“

Was mich zu dieser Entgeisterung bewegt, ist eine aktuelle Erfahrung, die ich vor ein paar Tagen auf einer relativ neuen Datingapp machen durfte, bei der ich mich inzwischen schon wieder abgemeldet habe. Doch dazu später.

Meine Erfahrungen mit Onlinedating sind überschaubar. Vor vielen Jahren war ich für etwa 2 Monate auf Parship, die Testphase verlängerte ich nicht, weil das Klientel dort so gar nicht meinem Geschmack entsprach. (Businessmenschen, Anzugträger, not my cup of tea.) Vor ungefähr zwei Jahren meldete ich mich bei Gleichklang an, was eine Onlineplattform für eher Alternative und Unkonventionelle ist, auf der durch Fragebögen ziemlich viele Informationen über die Mitglieder eingeholt werden und anhand derer Treffer berechnet werden, die man als Vorschlag erhält. Dort ging es vergleichsweise niveauvoll zu, allerdings auch sehr ruhig; begrenzte ich die Suche auf mein Bundesland, kamen sehr selten Vorschläge an. Aber es haben sich dort einige persönliche Treffen mit verschiedenen Männern ergeben und es blieb eine gute Freundschaft. Vor ein paar Monaten dann meldete ich mich aus einer Sektlaune heraus bei Tinder an. Diese App machte mich wahnsinnig, da sie unübersichtlich ist, nach meinem Eindruck gespickt mit Fakeprofilen und ständigen Aufforderungen, eine Option bzw. Premiummitgliedschaft zu buchen… Nach nicht einmal 24 Stunden löschte ich mein Profil und die App entnervt.

Vor ein paar Tagen dann startete ich einen neuen Versuch mit Bumble. Ich hatte mich dort angemeldet, weil ich Lust hatte, mich mal wieder zu verlieben, weil Clubtouren seit Corona für mich keine Option sind, weil ich keinen Arbeitsplatz habe, zu dem ich regelmäßig gehe, wo ich einen Kollegen kennenlernen könnte und weil man in den Öffentlichen Verkehrsmitteln inzwischen Maske trägt. Doch, da hab ich auch schon spätere Beziehungen kennengelernt. Ich ging die Sache ziemlich optimistisch an, eingedenk der positiven Erfahrungsberichte, die mir immer wieder zugetragen werden (Stadtmythen?) und da ich meinte, meine Vorurteile seien eben das – Vorurteile, die meinen begrenzten Erfahrungen geschuldet sind. Und weil ich als Ethnologin einen Forscherdrang habe, mehr über das seltsame Verhalten paarungsbereiter Großstädter zu erfahren. Was mir bei diesem in etwa dreitätigen Versuch klar wurde, deckt sich mit dem, was mir eine Freundin über ihre Erfahrungen auf Tinder erzählte und mit den Einblicken, die mir ein Freund in seine Konversationen u.a. auch auf „poppen.de“ gewährte:

Onlinedating ist eine massive Illusion und ein bombiges Geschäft mit den schmerzlichsten Sehnsüchten auf der einen und den niedersten Instinkten auf der anderen Seite. Was ich auf Bumble erlebte, war zunächst eigentlich ganz erfreulich. Ich bekam viele attraktive Profile vorgeschlagen, von denen ich einige durch Wischen nach rechts bestätigte und dann ein sogenanntes Match erhielt. (Auf dieser App machen in heterosexuellen Kontakten Frauen den ersten Schritt, der Mann hat dann 24 Stunden Zeit, zu antworten. Dass sein ursprüngliches „Ja“ zum Profil der Frau noch lange nicht bedeutet, dass er auch antwortet, habe ich ebenfalls feststellen dürfen.) Was mir bald bei mir selber auffiel: auch ich fiel dem Dating-Kapitalismus zum Opfer und war bald genervt von der Vielzahl der Vorschläge und flippte durch die Profile wie früher im Plattenladen durch die „Sonderangebote“-Box… ein Detail nicht passend? Weg damit! Die Profile waren aber auch oft sehr dürftig ausgefüllt und die Fotos in nicht wenigen Fällen so lieblos und nichtssagend, dass ich mich fragte: „Echt jetzt? So glaubst Du, eine Frau zu finden?“ Wenn ins Profil so viel Mühe gesteckt wird, möchte man nicht wissen, wie ein echtes Date aussieht… Aber immerhin: Wenn ich jemandem mitteilen möchte, dass ich besonders interessiert bin, kann ich für 99 Cent ein „Superswipe“ kaufen! Das Wischen nach rechts erhält damit sozusagen ein Ausrufezeichen. (!!??) Die meisten Männer gaben an, etwas Unverbindliches zu suchen oder nicht zu wissen, was sie suchen. Auf mich hatten die meisten Profile dieser Art die Wirkung, als müsste ich zusehen, wie sie sich auf den virtuellen Marktplatz stellen und rufen: „Seht her! Ich bin hier! Ich bin toll! Ich weiß zwar nicht, was ich hier mache, aber wenn Du mich auch so toll findest, wie ich mich, dann find ich es vielleicht raus!“ Eine Datingapp, die bei der Frage, was Sie suchen, die Antwortoption „ich weiß es noch nicht“ anbietet, finde ich ja dem eigentlichen Sinn und Zweck zuwider laufend, aber immerhin ist es auch eine Einladung an die Mitglieder, ehrlich zu sein. So meine wohlwollende Interpretation.

Jedenfalls ergaben sich nach einigem Hin und Her-Gewische ein paar Chats, die allerdings bald recht enttäuschend verliefen. Die einen waren maulfaul und schienen zu glauben, weil Frau den ersten Schritt bei Bumble macht, muss sie auch die gesamte Konversation betreiben. Die anderen antworteten gar nicht, so dass ich mich frage, ob sie von der schieren Masse erschlagen wurden und dann gab es noch den einen, der mir netter Weise in der dritten Nachricht (auf meine Frage hin) mitteilte, dass er in einer offenen Beziehung lebt bzw. einen polyamourösen Lebensstil pflegt.

Und dann kam der Knaller, der mich zur Eingangsfrage brachte. Klischee, oh Klischee… Ein nicht unattraktiver Mann meines Alters, mit dem sich ein netter, angeregter Austausch entspann…. er hatte keine Angaben auf seinem Profil, was er sucht, also fragte ich relativ zeitig nach seiner Motivation. Jaja, er suche was Festes… Aha. Na gut, die Nachrichten wurden länger, wir wechselten auf einen privaten Messenger und da wurde sein Input schon etwas direkter, leicht schlüpfrig, sehr an Äußerlichkeiten bzw. Körperlichkeiten interessiert… ich versuchte, das ganze auf der Ebene eines angenehmen Flirts zu halten, wies darauf hin, dass ich intellektuellen Austausch sehr schätze und man sich ja doch erstmal kennenlernen könne, bevor es sexuell wird. Was soll ich sagen. Da kam von ihm das Angebot, mir ein Akt und Dickpic zu schicken. Ich nehme an, ich darf mich glücklich schätzen, dass er mich fragte und ich nicht ohne Vorwarnung plötzlich das Bild seines Penis auf meinem Bildschirm hatte. Ich beendete den Chat und nach nicht allzu langem Überlegen löschte ich mein Profil auf der App, der Appetit war mir im wahrsten Sinne des Wortes vergangen.

Jetzt mal ehrlich, was ist los mit Euch da draußen? Und ja, auch Frauen schicken Großaufnahmen ihrer Vulva durch den Äther an ihnen unbekannte Menschen. Glaubt einer ernsthaft, wenn ich einen Penis sehe, werde ich in Begeisterung ausbrechen und mir denken “Oh, was für ein schönes Gemächt, den muss ich unbedingt kennenlernen!“ Was sagt das über den Sender dieser Bilder aus? Und wie ticken Frauen, die sich pornografisch ablichten und derart Fremden präsentieren? Das ist selbst dann, wenn es ausschließlich um das Knüpfen sexueller Kontakte geht, eine Reduktion auf Organe, die ich nicht nur geschmack- und seelenlos finde sondern auch bedenklich. Diese Form des Datens bzw. des Auslebens von Sexualität ist nicht am Menschen interessiert. Der hängt lästiger Weise am Geschlechtsteil dran. Ich beschäftige mich nun seit einer Weile mit dem Thema Sexualität und Intimität und Experten schreiben, was ich mir auch über dieses Phänomen denke: Eigentlich würde eine Gummipuppe oder ein Dildo zur Bedürfnisbefriedigung ausreichen. Aber manchmal ist eben die warme, echte Haut unter den Händen dann doch schön und die Einsamkeit, die solch einem Akt folgt, vielleicht etwas weniger groß. Das „tabulose“ Präsentieren des nackten Körpers an eine virtuelle Öffentlichkeit hat nichts damit zu tun, dass jemand Intimität leben kann. Im Gegenteil. Hier werden durch visuelle Reize im Standbild basale Triebe angesprochen, die vergleichsweise anonym und wahllos befriedigt werden können. Das ist natürlich auch ein Stück Freiheit und ich habe Mitgefühl für die Akteure, insofern ich glaube, dass dahinter eine Entfremdung vom eigenen Selbst und Körper und letztlich eine große Verzweiflung steht. Dass Datingapps diesen Trend befördern, ist hinzunehmen, muss mir aber nicht gefallen.

Aber Merle, warum schreibst Du denn nur über Sex und nicht über Beziehungsanbahnung? Tja, weil meine Erfahrung und die meiner Freunde ist, dass es eben doch in aller Regel um Sex geht auf diesen virtuellen Flirtmeilen. Aber natürlich gibt es auch die, die sich eine Beziehung wünschen, so wie ich. Doch interessanter Weise kenne ich Beziehungserfolgsgeschichten nur vom Hörensagen, mein Umfeld soweit ich weiß auch. Meine persönlichen Erfahrungen gehen in die Richtung wie oben geschildert, die meiner Freunde auch. Nun habe ich keine Umfrage gemacht und keine Statistiken erstellt und vielleicht habe ich zu früh die Flinte ins Korn geworfen.

Was aber nicht zu leugnen ist, und da landen wir wieder bei der Sexualität: es ist ziemlich unvorstellbar, dass jemand auf einer Party bei Freunden jemanden kennenlernt und nach einem kurzen netten Gespräch die Hose öffnet, sein Genital zeigt und fragt: „Na, wie finste??“

Das ist aber das, was im Internet passiert.

Es geht mir nicht um Anstand und Moral! Ich spreche von Entfremdung, Versachlichung, die Anwendung kapitalistischer Prinzipien auf zutiefst menschliche Bedürfnisse und wertvolle Gefühle, die zu absurden Phänomenen führen.

Unverbindlicher Sex kann natürlich auch respektvoll und erfüllend sein, wenn der Moment und die Chemie stimmen. Das ist kein Pamphlet gegen Sex ohne tiefe Gefühle. Auch kein moralingesäuerter Aufruf zu monogamen Beziehungen. Aber irgendwelche positiven Gefühle dem anderen gegenüber sollten doch vorhanden sein, oder? Mich lässt einfach das Gefühl nicht los, dass es mehr und mehr um schlichte, schnelle Verfügbarkeit der Mittel zur Druckabfuhr geht. Geswiped, gechatted, gefickt.

Das ist eine Entwicklung, die mich traurig und ratlos macht, weil damit das Unvorhersehbare, das Magische, das Zauberhafte eines besonderen Moments – das es auch in rein körperlichen, unverbindlichen Kontakten geben kann – verloren geht. Im übrigen finde ich alkohol- oder sonstwie vernebelte Stelldicheins, nach denen sich die Beteiligten fragen, wie sie nur konnten, genauso traurig. Wenigstens sind solche Ereignisse in aller Regel dem Moment geschuldet und nicht geplant. Anders als bei Mitgliedern von poppen.de oder Tinder oder ähnlich gestrickten Apps.

Nun gibt es viele Menschen da draußen, die glauben, Onlinedating würde wenigstens sicherstellen, dass der Andere das gleiche Interesse hat, immerhin ist er oder sie ja auf einer Datingplattform oder Partnerbörse. Ein Bekannter meinte, er würde lieber online daten als auf einer Party sich für eine Frau interessieren, nur um dann feststellen zu müssen, dass ihr Freund im Nebenzimmer ist. Ja nun, dieses Risiko schließt online dating nicht aus. Im Gegenteil. In der Anonymität des WWW lässt sich besser verbergen und Nebelkerzen werfen als bei jedem persönlichen Kennenlernen. Von der Fragwürdigkeit jeglicher Angaben bis hin zu Fotos auf einem Profil eines möglichen Kandidaten, fehlt im virtuellen Raum nunmal die entscheidende Zutat, die jede Begegnung erst einschätzbar, bedeutsam und wahr macht: die gegenseitige Chemie, die Ausstrahlung, der Geruch. Es heißt nicht umsonst, jemanden gut riechen können. Immerhin haben wir ein Organ in der Nase, das Pheromone wahrnimmt und das in den ersten Sekunden bedeutend mit entscheidet, ob wir uns zu jemandem hingezogen fühlen oder nicht. Man könnte jetzt einwenden, dass mit Onlinedating die Reichweite erhöht wird, also schlicht die Masse der potentiellen Kandidaten größer wird. Ja und nein. Denn die Auswahl, die man auf Datingapps zumindest trifft, (im Vergleich zu Partnersuchplattformen wie Gleichklang oder Parship, wo umfangreiche psychologische Profile angefertigt werden und man in der Regel mehr über den Anderen erfährt) ist entschieden vom visuellen Eindruck der Fotos geprägt und Fotos sind Illusionen. Wenn ich bedenke, wie absolut unterschiedlich ich auf Fotos aussehe, dann weiß ich, dass sie nichts (oder alles) über mich aussagen. Es kommt aber hinzu, dass weder Fotos noch Stichpunktprofile, die ohnehin oft dürftig ausgefüllt werden, die wirklich wichtigen Informationen vermitteln, die ich in einer persönlichen Begegnung bekomme: Mimik, Gestik, Körperhaltung, Stimme, Sprache, Chemie, Ausstrahlung… die aufgrund von Datingapp-Profilen getroffene Entscheidung ist so informiert und aussagekräftig wie die Kurzbeschreibung von Weinen im Supermarktregal. Ich sehe die Flasche, das Etikett und drunter steht: trocken, lieblich, halbtrocken. Aha.

Ein weiteres Argument für Onlinedating wäre, dass man eine Auswahl im Netz trifft und dann im persönlichen Kennenlernen spüren kann, ob die Chemie stimmt oder nicht. Theoretisch ja und es gibt bestimmt auch Menschen, die das so machen. Mein Eindruck ist: es entwickelt sich eine Eigendynamik aufgrund der Annahme, man kenne sich ja schon. Das „Match“, das sich ergeben hat, gaukelt vor, es haben sich zwei getroffen, die passen. Und schließlich ist Mann oder Frau ja auf einer Mission und ich möchte nicht wissen, wieviele sich eben nicht trauen oder zu bequem sind zu sagen: Du, es passt nicht.

Warum macht mich das traurig und auch wütend? Weil uns die Bereitschaft abhanden zu kommen scheint, einen Menschen erstmal kennenzulernen. Mit dem Risiko, dass sich nichts daraus ergibt. Onlinedating ist dezidiert darauf ausgelegt, effektiv und schnell einen Treffer zu landen, einen Menschen zu finden, der „passt.“ Aus oben beschriebenen Gründen mutet das wie ein Sechser im Lotto an. Das Prinzip des Swipens missfällt mir genauso wie das Bestellen eines (Sexual-) Partners im Katalog. Wo grundlegende menschliche Bedürfnisse und die Sehnsucht nach Kontakt und/oder Liebe derart verdinglicht und zur Ware werden, fällt es mir schwer, Respekt und Wertschätzung zu erkennen. Ich bin keine Waschmaschine mit Garantie und Rückgaberecht.

Nota bene: ich formuliere heute absichtlich etwas überspitzt, weil ich deutlich machen möchte, dass ich diesen Trend nicht für harmlos halte. Natürlich hat sich die mittlere oder ältere Generation seit Menschen gedenken über die Verrohung der Sitten aufgeregt. Und natürlich ist Freiheit ein hohes Gut, wenn nicht das höchste. Dennoch frage ich mich – und nicht nur an dieser Stelle – in welcher Gesellschaft ich leben möchte, wir leben wollen? Welche Werte prägen unsere Kultur? Und wenn die Vermarktung der schönsten Begegnung der Welt und des schönsten Gefühls der Welt, solche Auswüchse annimmt, was macht das aus uns? Als Kulturanthropologin weiß ich, dass die Verbandelung von Mann und Frau für eine lange Zeit der dokumentierten Menschheitsgeschichte eine Frage der Politik, Macht und des sozialen Status war. (Dass sexuelle Beziehungen vor allem von Männern auch außerhalb gepflegt wurden, sei am Rande erwähnt.) Dass diese Ketten abgelegt wurden und freie Liebesverbindungen entstehen konnten und können, halte ich für eine der größten Errungenschaften der Menschheitsgeschichte. Jetzt scheinen wir dabei zu sein, Liebe und Sexualität zum Konsumgut zu machen – das ist auch keine Freiheit.

Um es nochmal deutlich zu sagen: ich verurteile die individuellen Handelnden nicht. Ich erlaube mir, eine Tendenz zu kritisieren und zu sagen: so wird das nichts mit einer liebevolleren Welt! Was dem Einzelnen nicht gut tut, kann der Gesellschaft nicht gut tun. Ich frage mich, ob Herr C. seinen Enkeln erzählen wird, dass er früher munter Bilder seines Genitals online verbreitet hat. Zu pointiert? Ich glaube nicht.

Ich hoffe, mit meinen Worten keiner meiner Leser*innen zu nahe zu treten. Ich finde, manchmal müssen die Dinge beim Namen genannt werden, damit spürbar wird, was gemeint ist. Wenn Sie mir nicht zustimmen und andere Erfahrungen gemacht haben, dann freue ich mich und bitte Sie: berichten Sie! Ich hätte gerne Unrecht.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen schöne Begegnungen, egal wo…

Merle

Ein Gedanke zu „Onlinedating – ein Selbstversuch“

  1. ich habe nicht andere, sondern – im gegenteil – die gleichen erfahrungen bereits vor 20 jahren gemacht. wo man noch keine dickpicks schickte, sich sogar persönlich zu einem essen traf. da zahlte noch er und leitete den anspruch für sich ab, einem noch am gleichen abend auf die pelle zu rücken. egal, wie gut es passte.
    sexuelle dienstleistungen im gegenzug für ein abendessen sind ja auch so viel günstiger als das, was man fürs preisliche adäquat auf der straße kriegen würde.
    und wie groß die empörung, wenn frau nach einem mäßig unterhaltsamen abend nicht allsogleich in begeisterung ausbrach.
    mir scheint, die anschauung, sex für etwas beliebiges, gar käufliches zu halten, ist keine neue; vielmehr kam sie nie so recht aus der mode.
    aber natürlich gibt es auch noch anständige kerle. doch vielleicht nicht auf solchen plattformen, die womöglich allzu sehr den anschein von amazon vermitteln.

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