Lebewohl

Acht Jahre ist es her, dass ich hier angefangen habe zu schreiben. Am prägnantesten ist mir die Corona-Zeit im Gedächtnis, in der ich fast täglich einen kleinen Post in die Welt geschickt habe… Das Teilen meiner Gedanken hat mir immer immensen Spaß bereitet oder war zumindest bei weniger schönen Themen ein gutes und hilfreiches Ventil für mich. Und ich hätte natürlich in vielen Fällen auch einfach in mein Papiertagebuch schreiben können, aber ich fand es immer schön und wichtig, dass ich gelesen werde. Und das bin ich. Ich bin gelesen worden und dafür bin ich dankbar. Danke liebe Leser*innen, dass Ihr Interesse hattet und mir das zum Teil auch aktiv gespiegelt habt. 

Jetzt ist es Zeit für etwas Neues. Ich werde den Blog daher einstellen. Ich werde weiter schreiben, aber nicht mehr öffentlich und ich werde auch meine Bilder nicht mehr einstellen. Es ist viel passiert im letzten Jahr, ich habe mich verändert und diese Veränderung hat auch dazu geführt, dass ich mich ausgeschrieben habe, sozusagen. Oder: es hat sich ausgeschrieben. Ich merke, dass ich an vielen Stellen das Gefühl habe, dass dazu alles schon gesagt wurde, dass ich nichts Neues oder Positives beitragen kann, dass ich mich wiederhole oder dass etwas einfach nicht von allgemeinerem Interesse ist, womit ich mich beschäftige. Oder es ist zu persönlich und nicht für die Allgemeinheit bestimmt. 

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schreibe ich also diesen meinen letzten Post in diesem Blog. Momentan kann ich mir auch nicht vorstellen, nochmal zu bloggen, aber man soll ja bekanntlich niemals nie sagen. Das muss ich schreiben, weil ich die Endgültigkeit von Abschieden dieser Art nicht mag. 

In diesem Sinne: Danke nochmals und ein herzliches Lebewohl, liebe*r Leser*in. 
Mach es gut und bleib gesund. Vor allem offen und heiter im Herzen und klar im Verstand. Diese Zeiten erfordern das mehr denn je. 

Herzlichst,
Merle


Kommentar verfassen